Weshalb diese Pflanzen problematisch sind
Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, welche - meist aus anderen Kontinenten - absichtlich oder unabsichtlich eingeführt wurden. Die meisten davon sind geschätzte Neuankömmlinge und bereichern unsere Flora. Jedoch breiten sich einige gebietsfremde Pflanzen auf Kosten von einheimischen Arten sehr effizient aus, verdrängen die einheimische Flora, können die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährden und Schäden an Bauten verursachen. Zudem bieten sie den einheimischen Tierarten keine Lebensgrundlage. Diese problematischen Pflanzen werden invasive Neophyten genannt. Diese sind weltweit ein Problem und eine grosse Gefahr für die biologische Vielfalt. In Wangen gehören Kirschlorbeer, Berufkraut, Sommerflieder und Goldruten zu den häufigsten Problempflanzen. Es gibt aber noch viele weitere problematische Pflanzen. Alle Pflanzen finden Sie beim nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora.
Berufskraut
(Erigeron annuus)
Nordamerikanische Goldruten
(Solidago canadensis/gigantea)
Sommerflieder
(Buddleja davidii)
Kirschlorbeer
(Prunus laurocerasus)
Fotos: Erwin Jörg, www.neophyt.ch
Es gibt auch einheimische Problempflanzen, welche vor allem in der Landwirtschaft unerwünscht sind, weil sie sich stark ausbreiten und/oder die Gesundheit von Tieren gefährden.
- Blacke (Rumex obtusifolium)
- Ackerkratzdistel (Cirsium arvense)
- Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea)
So entfernen Sie die Pflanzen richtig
Stechen Sie invasive Neophyten mit den Wurzeln aus bevor sie blühen. Entsorgen Sie Wurzeln, Blätter und Blüten dieser Pflanzen. Zu jeder problematischen Pflanze gibt es vom nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora ein detailliertes Infoblatt.
Achten Sie beim Pflanzenkauf darauf, dass Sie unproblematische, am besten heimische Arten wählen. Hier können Sie prüfen, ob eine Pflanze in Wangen heimisch ist.
Die Entsorgung ist gratis. Die Säcke werden mit dem Hauskehricht abgeholt – nicht mit dem Grüngut!
Invasive Neophyten können gratis entsorgt werden.
Achtung: Geschnittene und ausgegrabene Pflanzen und Pflanzenteile gehören nicht ins Grüngut und nicht auf den Kompost, weil so nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Pflanzen weiter vermehren.
Am Schalter der Einwohnerdienste, im Erdgeschoss, können während der Öffnungszeiten gratis Kehrichtsäcke für invasive Neophyten bezogen werden. Die gefüllten und gut verschlossenen Säcke können Sie am jeweiligen Abfuhrtag an der üblichen Stelle für den Hauskehricht deponieren. Die Säcke werden zusammen mit dem Hauskehricht abgeholt und in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt.
Wenn Sie grössere Mengen zum Entsorgen haben, nehmen Sie bitte vor dem Bekämpfen mit der Umweltverantwortlichen Stefanie Steinauer Kontakt auf (055 450 83 31). Je nach Möglichkeit wird Ihnen das Werkhofteam einen Anhänger hinstellen (und nachher wieder abholen), damit grosse Mengen nicht in Säcke abgefüllt werden müssen. Denken Sie daran, dass Samen nachreifen können, auch wenn die Pflanzen bereits ausgerissen sind. Decken Sie die ausgerissenen Pflanzen also ab, damit die Samen nicht durch den Wind verbreitet werden.
Kehrichtsack für invasive Neophyten (60l)
So können Sie sich engagieren
Möchten Sie sich in einer Freiwilligengruppe engagieren und die Gemeinde bei der Bekämpfung von Problempflanzen unterstützen? Sie haben verschiedene Möglichkeiten…
Wangen Zupft 2026
Seitens Gemeinde werde vier Tage organisiert, an denen freiwillige in Gruppen mithelfen an verschiedenen Orten Neophyten zu "zupfen". Das Zupfen fängt um 7.45 Uhr an und geht bis etwa 12.00 Uhr.
Diese vier Tage sind folgende:
- 30. Mai 2026
- 13. Juni 2026
- 22. August 2026
- 5. September 2026
Helfen auch Sie mit und melden Sie sich hier an